Der Flüchtling



Alle kennen den Flüchtling, der aus einem anderen Gebiet als Fremder zu
uns kommt und um Hilfe bittet.

Aber sind nicht viele von uns Flüchtlinge?

Um diese Frage zu klären schauen wir uns die Charakteristiken den
Flüchtlings an: Er flieht von einer Bedrohung und glaubt, dass es in
seiner Wahlheimat besser wird.

Dabei müsste er bedenken, ob die Bedrohung real ist, ob er die Bedrohung
abwenden könnte und ob es wirklich besser wird. Aber da er ein
Flüchtling ist, tut er das nicht und geht einfach.

In Norwegen gibt es das Sprichwort:  Nissen følger med på lasset – der
Zwerg fährt beim Umzug mit – und das aus gutem Grund: Falls jemand
weggeht, weil er Probleme hat, wird er genau diese Probleme an seinem
neuen Ort wieder haben.

Jetzt ist es nicht so, dass jeder gleich den Koffer packt und geht, aber
es gibt viele Orte wo man sich hinflüchten kann. Der Fernsehn zum
Beispiel, wenn ich mich gerade berieseln lasse, dann brauche ich mich
mit niemandem zu unterhalten. Ideen, der Psychiater spricht gerne von
Ideenflucht, wenn eine Person unter Druck geraten ist und sich einfach
in Ideen flüchtet. Es gibt unzählige Beispiele dafür und Alkohol und
Drogen sind die traurigsten davon.

Zum Schluss bleibt die Frage: Was kann der Flüchtling tun, damit er kein
Flüchtling wird?

Der erste Schritt ist die reale Einschätzung der Situation. Muss er
wirklich flüchten, oder könnte er sich der Bedrohung, in der er sich
befindet nicht stellen und dagegen angehen? Es kann sein, dass man hier
tatsächlich zu dem Ergebnis kommt, die Bedrohung ist real und es ist
sogar angebracht, eine Veränderung durchzuführen.

Die nächsten Schritte sind, Handlungsweisen zu suchen, die die Bedrohung
vermindern und mit der Zeit sogar ganz eliminieren, neue Kompetenzen zu
lernen, wenn schwierige Situationen wiederkommen, sofort dagegen angehen
zu können, Lösungen zu finden, die nichts mit Flucht oder Auswegen zu
tun haben.

Alles braucht seine Zeit und auch die Armee macht ihre Ausbildung nicht
an einem Tag. Aber am Ende steht man mit dem guten Gefühl da, ich habe
es geschafft, ich hab mein Problem gelöst und bin nicht davongelaufen,
ich lebe statt zu überleben.

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