Der Tunnelblick
Oft wird man von Stress und Sorgen, oder auch von Trauer oder anderen
negativen Gefühlen überwältigt, die letztendlich alle viel Kraft kosten.
Eine Technik, die dabei hilft, aus dem Kreis auszubrechen und wieder
neue Energie zu gewinnen ist der berühmte Tunnelblick.
Den Tunnelblick lernt man nicht von heute auf morgen, es ist ein
Lebensstil, den man sich angewöhnen muss und es dreht sich dabei vor
allem um Disziplin.
Wenn Sie zum Beispiel eine Sorge haben und der Gedanke daran quält sie,
dann zwingen Sie sich, nicht daran zu denken und ganz stur sich auf eine
andere Sache zu konzentrieren. Das hört sich schwer an und es ist auch
schwer, aber man kann es üben.
Führen Sie dabei eine leichte Tätigkeit aus, die Sie keine Kraft kostet,
aber die ihre Aufmerksamkeit fängt. Sie können zum Beispiel einen Film
sehen, falls Sie einen Hund haben, mit diesem Spazieren gehen, im Haus
aufräumen, es gibt viele Möglickeiten.
Wichtig dabei ist nur, jedesmal, wenn Gedanken an die Sorge kommen
möchten, Sie sofort abzuwehren. Wenn es schwierig wird, stellen Sie sich
ein Tier vor, das sie angreifen möchte und Sie es durch
Machtdemonstration abwehren wollen. Und falls Sie alleine sind, können
Sie dieses „Gedankentier“ auch gerne anschreien.
Von Martin Luther sagt man, dass er während er die Bibel übersetzt hat,
vom Teufel angegriffen wurde und er hätte mit dem Tintenfass nach ihm
geworfen. Sie brauchen jetzt nicht ihre Wohnung mit Tinte zu
beschmutzen, aber wenn eine Sorge immer wieder angreift und belastet,
hilft es schon, sich hart dagegen zu stellen.
Sie können auch das Bild des Pferdes mit Scheuklappen verwenden, indem
Sie sich selber sagen, ich habe gerade Scheuklappen auf, die Sorge liegt
neben mir und ich schaue gar nicht hin.
Auf diese Art schaffen Sie es, Ruhe zu gewinnen, sich zu erholen und
dann, wenn die Zeit gekommen ist, an dem Problem zu arbeiten, das die
Sorge verursacht hat.
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