Ich mach ja gar nichts


Die Aussage ich mach ja gar nichts, kann für die meisten nicht stimmen.

Jeder, der morgens aufsteht und nicht im Bett liegen bleibt und sich die
Decke über den Kopf zieht oder sich sofort danach in den Fernsehsessel
setzt und sich berieseln lässt, macht etwas.

Das Problem dabei ist nur, das wir das meiste, das wir machen, nicht
wahrnehmen, weil wir uns daran gewöhnt haben, es zu tun.

Ein weiteres Problem ist, dass wir unsere Tätigkeit nicht schätzen,und
denken, dass das was wir gerade tun keinen Wert hat. Aber eine Person,
die nach langer Krankheit sich an den Computer setzt und ein Spiel
spielt, macht schon mehr als derjenige, der im Bett geblieben ist und
für eine schwache Person ist das ein Erfolg und keine sinnlose
Zeitverschwendung.

Wie gehen wir dagegen an, wenn unser Selbstwertgefühl nach unten rauscht
und wir uns einbilden, nur deshalb, weil wir nicht so viel leisten
können als alle anderen, haben wir nicht denselben Wert wie derjenige,
der viele Stunden eine bezahlte Arbeit verrichten kann?

Um diesem Selbstbetrug ein Ende zu machen, müssen wir eine Strategie
entwickeln, die uns vom Gegenteil überzeugt.

Es ist ganz einfach: Benutzen Sie ein Zeiterfassungsgerät. Im Google
Play Store gibt es Time Sheet. Dort drücken Sie einfach auf den Knopf
wenn Sie etwas anfangen und auf Stop wenn Sie fertig sind. Geben Sie
sich für jede Tätigkeit einen „virtuellen Lohn“ und freuen Sie sich am
Ende des Tages darüber, dass sie diesen Lohn „erwirtschaftet“ haben bzw.
dass der Lohn jeden Tag steigt.

Machmal kann es aber auch sein, dass Menschen wirklich den ganzen Tag
aktiv sind, etwas machen und trotzdem nichts geschafft bekommen.

In dem Fall muss entrümplet werden, da wir oft unnötigen Ballast mit uns
herumschleppen, uns verzetteln und am Ende Zeit für gar nichts mehr bleibt.

Im Laufe der Zeit sehen wir dann, dass wir wirklich leistungsfähiger
geworden sind, dass wir viel gemacht haben und dass vielleicht auch der
Zeitpunkt kommt, an eine berufliche Rehabilitation zu denken.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Agile Lebensweise

Neurolinguistisches Programmieren

Die Tagesplanung