Perfektionismus
Sie kennen vielleicht diese Geschichte:
Ein Professor hält eine Vorlesung über Zeitmanagement.
Vor ihm steht ein leerer Eimer. Er schüttet bis zum Rand Kieselsteine hinein.
Dann fragt er seine Studenten, ob der Eimer voll ist. Die nicken.
Der Professor rümpft die Nase und schüttelt den Kopf.
Er nimmt einen zweiten Beutel mit kleinen Steinen, schüttet ihn ebenfalls in den Eimer, rüttelt ein wenig, bis alle versunken sind. „Ist der Eimer jetzt voll?“, fragt er seine Studenten. Die sind etwas verunsichert, bejahen aber die Frage.
Der Professor schüttelt wieder den Kopf und schüttet noch einen Beutel Sand in den Eimer. Dasselbe Spiel: Nach einigem Rütteln ist auch der vollständig im Eimer verteilt.
„Aber jetzt ist der Eimer voll?!“, fragt der Prof ins Auditorium. Die Studenten nicken siegessicher.
Denkste! Der Professor nimmt zwei Flaschen Bier, öffnet sie und kippt sie in den Behälter. Das Bier versickert. „Jetzt – ist der Eimer voll“, sagt der Professor.
Dann macht er eine Kunstpause und fragt die Studenten: „Nun, meine Damen und Herren, was haben Sie heute gelernt?“ Keine Antwort. Der Wissenschaftler lächelt, schiebt den Eimer beiseite und erzählt eine Parabel: „Sie haben heute etwas über Ihr Leben gelernt. Die Kieselsteine, das sind die großen Brocken, die wichtigsten Dinge in Ihrem Leben – Familie, Freunde, Gesundheit.
Die nehmen das meiste Gewicht, den größten Platz in Ihrem Leben ein. Die kleinen Steine, das ist Ihre Ausbildung, der spätere Job. Er kann Sie ausfüllen. Aber er macht Ihr Leben nicht voll.
Denn dazu fehlt der Sand – Ihre Hobbys, kleine Wünsche und Ziele, die Sie sich selbst gesteckt haben.“ Die Studenten gucken nachdenklich. Dann fragt einer: „Aber was ist mit dem Bier?“
Der Dozent lächelt: „Wenn Sie das nächste Mal ein guter Freund oder ein Kollege fragt, ob Sie sich mal wieder treffen wollen, dann denken Sie nicht, Sie seien ach so beschäftigt und Ihr Leben sei so randvoll, dass Sie dafür keine Zeit mehr hätten. Sie sehen selbst: Zwei Bier gehen immer!“
Wir müssen akzeptieren, dass wir nicht perfekt sind und immer Fehler machen werden.
Der Mensch ist nicht eine Maschine und selbst eine Maschine ist nicht immer perfekt programmiert.
Wir müssen akzeptieren, dass wir nicht perfekt sind und immer Fehler machen werden.
Der Mensch ist nicht eine Maschine und selbst eine Maschine ist nicht immer perfekt programmiert.
Warum wollen wir perfekt sein?
Es gibt einen Unterschied darin, dem Kunden oder dem Chef eine gute Qualität bieten zu wollen oder sich durch seine Arbeit profilieren zu wollen.
Die Frage dahinter ist, was bestimmt eigentlich unser Selbstwertgefühl.
Ziehe ich mein Selbstwertgefühl daraus, dass ich als Person schon wert bin, ohne dass ich etwas gemacht habe, einfach weil Gott mich so geschaffen hat und liebt oder muss ich mir ständig etwas beweisen, indem ich mich selber unter Leistungsdruck setze, nur damit andere eine gute Meinung über mich haben und ich mich selber durch eine gute Arbeit definieren kann.
Gerade durch den Stress den wir uns selber machen, sind wir anfälliger Fehler zu machen und genau das stachelt noch mehr den Perfektionismus an.
Darum besser entspannen, die Dinge so gut machen wie man kann und genau in der entspannten Arbeitssituation wächst auch der Erfolg.
Für viele ist das Leben eine Bühne und sie fühlen sich nur wohl, wenn andere sie beachten und Beifall klatschen.
Aber führt das nicht auch zu einer starken emotionalen Abhängigkeit?
Was ist wenn derjenige einmal schwer krank wird und zumindest eine zeitlang nicht die Leistung mehr erbringen kann? Derjenige lebt leichter, der sieht, dass auch negative Dinge und Misserfolg ihm letztendlich zu etwas gutem dienen.
Perfektion in dem Sinne, dass wir uns selber erweitern wollen, über unsere Grenzen hinauswachsen wollen, indem wir uns die Latte etwas höher legen und versuchen sie zu erreichen, ist gut, der Mensch wächst mit den Anforderungen.
Aber wenn wir nur darauf bestrebt sind, anderen zu gefallen, sollten wir mal zum Psychologen oder besser zum Pastor gehen, der uns sagt, wie sehr wir geliebt sind und dass keiner von uns perfekt sein kann.
Effekt: Das Projekt dauert länger als es sollte und die Sache wächst ihnen schließlich über den Kopf. Liebe zum Detail führt nur zu einem Tunnelblick.
Gerade durch den Stress den wir uns selber machen, sind wir anfälliger Fehler zu machen und genau das stachelt noch mehr den Perfektionismus an.
Darum besser entspannen, die Dinge so gut machen wie man kann und genau in der entspannten Arbeitssituation wächst auch der Erfolg.
Für viele ist das Leben eine Bühne und sie fühlen sich nur wohl, wenn andere sie beachten und Beifall klatschen.
Aber führt das nicht auch zu einer starken emotionalen Abhängigkeit?
Was ist wenn derjenige einmal schwer krank wird und zumindest eine zeitlang nicht die Leistung mehr erbringen kann? Derjenige lebt leichter, der sieht, dass auch negative Dinge und Misserfolg ihm letztendlich zu etwas gutem dienen.
Perfektion in dem Sinne, dass wir uns selber erweitern wollen, über unsere Grenzen hinauswachsen wollen, indem wir uns die Latte etwas höher legen und versuchen sie zu erreichen, ist gut, der Mensch wächst mit den Anforderungen.
Aber wenn wir nur darauf bestrebt sind, anderen zu gefallen, sollten wir mal zum Psychologen oder besser zum Pastor gehen, der uns sagt, wie sehr wir geliebt sind und dass keiner von uns perfekt sein kann.
Aus dem Irrtum lernen
Ein Irrtum ist nichts Schlimmes, wenn er sich nicht wiederholt und man daraus lernt.
Denken Sie nur an den IBM-Gründer Tom Watson: Als einer seiner Mitarbeiter einen schweren Fehler beging, kostete es das Unternehmen 600.000 Dollar. Daraufhin fragte man Watson, ob er den Mitarbeiter nicht feuern wolle, was Watson vehement verneinte. Er sagte nur: /„Ich habe gerade 600.000 Dollar in seine Ausbildung investiert. Warum sollte jemand anderes diese Erfahrung gratis bekommen?“/
Mängel können den Horizont sogar erweitern
Ohne (Navigations-)Fehler hätte Christoph Kolumbus nie Amerika entdeckt. Viele erfolgreiche Menschen, Entdecker und Erfinder zeichnen sich gerade dadurch aus, dass sie Fehler machten, experimentierten und improvisierten.Viele Perfektionisten verzetteln sich in Details.
Effekt: Das Projekt dauert länger als es sollte und die Sache wächst ihnen schließlich über den Kopf. Liebe zum Detail führt nur zu einem Tunnelblick.
Setzen Sie realistische Erwartungen.
Jeder von uns macht Fehler, das muss man sich selber vergeben und akzeptieren.
Aus Fehlern lernen wir oft mehr als aus Erfolgen. Sehen Sie sie also nicht als Feind, sondern als Chance.
Es allen recht machen wollen
Es ist ein Irrglaube, dass Perfektion vor Kritik schützt.
Man kann es nie allen recht machen uns soll es auch gar nicht.
In der Wirtschaft spricht man von Marktpositionieren und das gilt im allgemeinen Leben auch, man braucht nicht die ganze Welt zum Fan haben und dabei seine Persoenlichkeit verlieren.
Wer sich jedem Widerstand beugt, besitzt weder Standfestigkeit noch Durchsetzungskraft. So jemand wird andere nie anleiten: Er wird bereits geführt – von allen!
Lernen Sie, mit Kritik umzugehen.
Keiner kann alles alleine schaffen. Es ist sogar ein Zeichen von Größe, seine eigenen Schwächen einzugestehen und an jenen Punkten um Hilfe zu bitten.
Probleme nicht zu sehr analysieren
Auch das ist eine Form von Detailversessenheit.
Oder eine Form von Faulheit. Aus Angst loslegen zu müssen und dann womöglich Fehler zu machen, wird einfach weiter analysiert.
Nichts gegen gute Planung. Aber betrügen Sie sich dabei nicht selbst!
Analysieren Sie weniger. Den Satz dürfen Sie in seiner doppelten Bedeutung wörtlich nehmen: Legen Sie endlich los – und verkomplizieren Sie die Dinge nicht unnötig. Machen Sie es einfach.
Arbeitssucht
Wenn zu dem Perfektionismus noch eine hohe Motivation dazukommt, fällt der Betroffene leicht in die Arbeitswut.
Arbeitssucht sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Menschen, die daran leiden, arbeiten nicht einfach nur besonders viel oder besonders hart. Sie sind schlichtweg nicht in der Lage, ihre *Arbeit zu beenden* – weder physisch noch mental.
Die Folgen sind offensichtlich: Wer immer nur arbeitet, arbeitet, arbeitet ohne sich je zu erholen oder den Kopf frei zu bekommen, wird früher oder später ausbrennen.
Erst bleiben die guten Ideen weg, dann der Spaß und schließlich werden auch Leistungskraft und Ergebnisse leiden.
Vor allem die sogenannten *selbstorientierten Perfektionisten*, also jene, die an sich selbst und ihre Arbeit höchste Maßstäbe setzen, zeigte die höchste Gefährdung.
Man muss bedenken, sechs Tage hat Gott für die Arbeit gesetzt, einen für die Erholung. Der sechste Arbeitstag fällt meistens für die häuslichen Arbeiten weg, so dass wir mit einer Woche von Montag-Freitag gut bedient sind. Und wer in der Zeit seine Arbeit nicht erledigt bekommen hat, bei dem läuft etwas schief. *Es gibt auch noch ein Leben neben der Karriere.*
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