Die Macht der destruktiven Kritik



Meckern ist wohl das Unwort des Jahres 2016 geworden.

Wessen sich aber wenige bewusst sind, derjenige der meckert, bringt
nicht nur seinen Unmut zum Ausdruck, er baut damit bewusst oder
unbewusst seine Macht über andere aus.


    Was sind seine Ziele?

Das erste Ziel ist wichtig genommen zu werden. Wenn jemand seine
schlechte Meinung äußert und andere hören zu und gehen darauf ein, dann
fühlt er sich erst einmal wichtig.

Das zweite Ziel ist auszudrücken, besser als der andere zu sein und
somit in der sozialen Hackordnung höher zu steigen. Wenn wir ihm das
erlauben, dann tut er das auch.

Und das versteckte Hauptziel hinter allem ist, Macht auszuüben. Wenn ich
einen anderen destruktiv kritisiere, dann entmutige ich ihn und kann ihn
bis zur tiefen Depression treiben.


    Beobachtende Kritik und destruktive Kritik

Man muss dabei beachten, nicht alle Kritik ist destruktiv.

Es gibt auch die beobachtende Kritik, bei der der Kritisierende lange
zuschaut und auch Regeln beachtet: Bittet der andere um Feedback, möchte
er das überhaupt hören? Gibt es vielleicht jemand anderen, der besser
dafür geeignet ist, demjenigen zu sagen, dass er gerade einen Fehler
macht auf den ihn jemand hinweisen sollte?

Beobachtende Kritiker halten sich meist im Hintergrund und warten auf
eine Situation, in der der andere die Kritik auch annimmt oder sagen
einfach lange gar nichts.

Der destruktiv Kritisierende äußert seine Meinung ungefragt und
unsensibel. Sein Ziel ist zu zerstören und zu entmutigen, dafür muss er
keine Regeln beachten.

Wenn der andere dann entmutigt den Kopf hängen lässt, kommt er meist als
guter und besorgter Freund zur Hilfe um damit seine Machtposition noch
besser ausbauen zu können und das gewonnene Vertrauen dann wiederum zu
missbrauchen, den anderen destruktiv zu kritisieren.


    Wie kann man sich dagegen wehren?

Stellen Sie erst einmal sicher, in welchem Verhältnis der destruktiv
Kritisierende zu ihnen steht, denn wenn Sie sich wehren, dann wird er
zum Gegenschlag ausholen.

Wenn Sie sehen, dass er ihnen gar nicht schaden kann, dann ist die beste
Verteidigung gegen ihn der Satz: Deine Meinung ist mir völlig egal. Das
hört er gar nicht gerne und nimmt ihm jeden Wind aus den Segeln, da ja
gerade seine Meinung sein Druckmittel war.

Um sich von ihm abzugrenzen, ist es manchmal auch sinnvoll, ihn aus dem
Freundeskreis oder Bekanntenkreis zu streichen und ihm endgültig Lebe
wohl zu sagen. Da ist oft sinnvoll um sich nicht keine üble Nachrede
über andere Personen anhören zu müssen.

Falls es sich um den Arbeitskollegen, der mit Ihnen am Schreibtisch
sitzt oder eine andere Person handelt, der Sie nicht so leicht aus dem
Weg gehen können, dann schweigen Sie einfach, nehmen die Worte die
derjenige sagt aber nicht ernst.

Niemand darf Ihnen ein Preisschild aufkleben und schon gar nicht ein destruktives.

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